Ein Tag voller Entdeckungen
Am vergangenen Sonntag, den 15. März 2026 öffnete die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt ihre Türen für mehr als 1.000 Besucher*innen. Von 11 bis 17 Uhr wurde ein beeindruckendes Veranstaltungsangebot geboten. Interessierte konnten ab 10 Uhr kostenlose Tickets für die Führungen, vor Ort abholen.

Ein Highlight war der Blick hinter die Kulissen der Bibliothek. In 60-minütigen Führungen erhielten die Besucher*innen exklusive Einblicke in die unterirdischen Magazine und einen einzigartigen Ausblick auf die Frankfurter Skyline vom Dach der DNB. Mit einer anderen Führung konnten man noch tiefer in die Unterwelt der Magazinflächen eintauchen und mehr über die optimale Lagerung und Archivierung von Medien erfahren.


Technik- und IT-Interessierte kamen bei einer Reise durch die IT-Infrastruktur der DNB auf ihre Kosten. Sie konnten spannende Einblicke in die die Datenströme und das Rechenzentrum genießen. Auch für Fans der „klassischen“ Technik wurde Programm geboten. Eine Führung durch die Technikanlagen der Bibliothek machte erlebbar, wie Lüftungskanäle funktionieren und Kältemaschinen die Gebäudeumgebung kontrollieren können.

Kunstliebhaber aufgepasst!: Die Kunst am Bau-Führung zeigte die Werke internationaler Künstler*innen wie Georg Baselitz und Ilya Kabakov, die es im Gebäude zu bestaunen gibt. Im Direktionsbüro gab die neue Direktorin Kathrin Brannemann einen Einblick in die Aufgaben der Nationalbibliothek und stand den Gästen für Fragen zur Verfügung.


Für Familien mit Kindern gab es ebenfalls zahlreiche Aktivitäten. Besonders spannend war die Lesesaal-Rallye, bei der junge Besucher*innen die Rätsel des Eppelsheimer-Mysteriums lösen konnten. Die Bastelaktion „Von Blättern zu Büchern“ lud alle kreativen Köpfe dazu ein, eigene Buchformate zu gestalten. Ein Highlight für Große und Kleine Bastelfans. Besonders für Kinder von 6 bis 10 Jahren bot die Führung Habt ihr auch mein Lieblingsbuch? eine spielerische Möglichkeit den Weg des Medienwerkes in der Bibliothek nachzuvollziehen.


Normalerweise ist er ein Ort des konzentrierten Arbeitens und der Ruhe. Zum Tag der offenen Tür, konnte man in unserem Lesesaal aber noch viel mehr erleben! Zum Beispiel die Lesung Verzauberte Zeit – eine Kindheit mit Büchern, bei der Ray Bradburys Kurzgeschichte „Tausch“ zum Leben erweckt wurde.
Außerdem verwandelte sich der Bereich um die ehemalige Service-Theke herum in eine Ausstellungsfläche der besonderen Art. Hier gab es die kuriosesten Stücke unserer Sammlung zu bestaunen! Sie wären erstaunt, was alles als Beilage zu einem Medienwerk den Weg in unsere Magazine findet. Von Schmuckausgaben im Sonderformat bis hin zu einem echten Motorblock ist alles dabei.


Auch die Stiftung Orte der Deutschen Demokratiegeschichte, die ihren Sitz in der DNB in Frankfurt hat, beteiligte sich am Veranstaltungsprogramm. Sie boten einen Kreativtisch für Kinder, ein Glücksrad so wie einen Infostand an, an dem man mehr über ihre Arbeit erfahren konnte.

Wer das Grundgesetzt schon immer auf eine andere Weiße erleben wollte, der war beim Theaterstück der Stiftung „Wir das Grundgesetz. Richtungsweisend wie immer. Mitreißend wie nie.“ genau richtig. Auf humorvolle Weise wurde hier unserem Grundgesetz eine Stimme verliehen und das Publikum konnte sich auf eine Reise durch seine Geschichte begeben.
Wir als Gedächtnis der Nation sind längst mehr als „nur“ eine Bibliothek. Digitale Technik und KI-Anwendungen spielen auch in unserer Arbeit eine immer größer werdende Rolle. Vor allem in der maschinellen Erschließung oder der Arbeit mit Metadaten, probieren wir neue Möglichkeiten aus. Deswegen gab es für alle, die sich für digitalen Innovationen interessierten das Tool-Café. Hier konnte an interaktiven Stationen mit verschiedenen KI-Tools experimentiert werden. Was ist dank moderner Technik in Sachen Bildbearbeitung möglich? Wo gibt es Grenzen? All das konnten unsere Besucher*innen selbst ausprobieren und ihrer Kreativität freien lauf lassen.

Zum Tag der offenen Tür waren selbstverständlich auch die Türen des Deutschen Exilarchives für unsere Besucher*innen geöffnet. Zu den angebotenen Programmpunkten gehörten nicht nur Führungen durch die Dauerausstellung „Exil. Erfahrung und Zeugnis“. Sylvia Asmus, die Leiterin des Exilarchives gab auch exklusive Einblicke in die Magazinbestände. Hier wurden besondere Originaldokumente, etwa von Albert Einstein und Else Lasker-Schüler gezeigt.
Außerdem gab es ein offenes Ausstellungsangebot, für das keine Voranmeldung oder Tickets nötig waren. Besucher*innen konnten die immersive Hörspielinszenierung „Der Reisende“ sowie die Ausstellung „Frag nach!“, mit digitale Zeitzeug*innen-Interviews von Inge Auerbacher und Kurt S. Maier erleben. Sie ermöglichen es sich auf eine ganz neue Weise mit Themen wie Exil und Flucht auseinanderzusetzen.


Mit seinen tieferen Einblicken in die Welt der Bibliotheken und einem vielfältigen interaktive und kreative Angebote für Jung und Alt konnten wir über 1.000 Besucher*innen bei unserem Tag der offenen Tür begrüßen! Vielen Dank, an alle, das Sie so zahlreich erschienen sind und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Türen auf in der Deutschen Nationalbibliothek!






