My Project-Diary – Prolog

1. Juli 2026
von Jana Weinlich

Über diese Reihe: Ich bin Jana, die Bundesfreiwillige des Jahrgangs 2025/26 der DNB in Frankfurt am Main. Dieses Projekt-Tagebuch folgt der Reihe “Auf tierischen Spuren durch die Deutsche Nationalbibliothek”, meinem Abschlussprojekt (BFD-Projekt). Sie soll einen neuen Zugang zur DNB als Archivbibliothek schaffen und Einblicke aus einer neuen Perspektive gewähren. Alle Videos werden auch auf dem Instagram-Kanal der Deutschen Nationalbibliothek veröffentlicht.

Über mich

Heyy, mein Name ist Jana. Ich bin die Bundesfreiwillige der DNB in Frankfurt. Vor einiger Zeit habe ich mich schon mal kurz vorgestellt und ein bisschen davon berichtet, warum ich mich für den BFD entschieden habe. Jetzt neigt sich mein freiwilliges Jahr dem Ende entgegen und es wird Zeit für die Durchführung meines eigenen Projektes, dass ich in den letzten Monaten ausgearbeitet habe.

In dieser Blog-Reihe möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in den Entstehungsprozess geben.

Comichafte Zeichnung einer jungen Frau mit Brille.
Das bin ich! Foto: DNB/ Jana Weinlich eigene Zeichnung

Ideenfindung und erste Herausforderungen

Bereits im November habe ich mit meinen Ansprechpersonen erste Ideen besprochen und in Gestalt meiner Tätigkeitsvereinbarung festgehalten. Mir war eigentlich von Anfang an klar, dass ich gerne etwas aus dem Bereich Vermittlung machen möchte, dass auch meine Arbeit im Deutschen Exilarchiv aufgreift. Bald waren die sozialen Netzwerke, konkret Instagram als Medium meiner Wahl gefunden. Und auch das Thema stand fest: Tierische Spuren in der Deutschen Nationalbibliothek. Also habe ich mich auf die Suche nach eben diesen Spuren gemacht, recherchiert und ein Skript geschrieben. Dabei kamen die Inspirationen von den unterschiedlichsten Stellen und Personen. Alle Kolleg*innen, die ich im Sinne der Forschung mit Fragen löcherte, waren begeistert von meiner Idee. Und gerne bereit mir Rede und Antwort zu stehen.

Wie das bei längerfristigen Projekten häufig der Fall ist, ließen auch bei mir die ersten Herausforderungen nicht lange auf sich warten. Vor allem die technische Umsetzung der Videos hat sich als schwieriger herausgestellt, als gedacht. Die Auswahl an entsprechenden Tools zur Animation, die den Datenschutzbestimmungen entsprechen ist ausgesprochen übersichtlich. Also doch selbst vor die Kamera? Kolleg*innen Interviewen? Oder einen Avatar erstellen? Ich habe verschiedenstes ausprobiert, mich am Ende aber für das “klassische” Format des Drag&Drop Erklärvideos entschieden.

Produktionsstart

Die Basis jeder guten Videoproduktion ist neben einer sorgfältigen Recherche auch ein strukturiertes Drehbuch. Also habe ich, nachdem alle Informationen zusammengetragen waren angefangen ein Skript zu schreiben. Fünf Videos, mit jeweils eigenem thematischen Schwerpunkt wolle ich machen, dass war mir schnell klar. Und für jedes davon habe ich in Form einer Tabelle aufgeschrieben, welchen Text ich sprechen möchte, welche Bilder ich brauche und in welcher Weise ich sie mit dem Text kombinieren möchte.

Der Schriftzug "Tiere in der Bibliothek", darunter kleiner "Ein BFD-Projekt". Vor einem dunkelgrünen Hintergrund. Oben Rechts in der Ecke sieht man eine Zeichnung des DNB Gebäudes Leipzig, unten Links von Frankfurt. In der oberen linken Ecke sieht man das Logo der Deutschen Nationalbibliothek.
So sieht jetzt das fertige Ergebnis aus. Foto: DNB/ Jana Weinlich, eigene Zeichnung

Fast alle der verwendeten Bilder habe ich dabei mit der Anwendung Canva selbst gezeichnet. Auch die Videos habe ich damit geschnitten und animiert. Zum Anfang steht natürlich… Der Anspann, klar! Den hatte ich auch als erstes fertig (sogar noch vor dem Drehbuch) und es war schön zu sehen, dass meine Arbeit erste Früchte trägt. Allerdings wartete hier schon die nächste Herausforderung auf mich: Welchen Soundtrack möchte ich meiner Reihe geben? Er sollte catchy sein, eure Aufmerksamkeit auf sich ziehen, einen Wiedererkennungswert haben aber trotzdem noch zur DNB als wissenschaftliche Bibliothek passen. Also habe ich von Berufswegen her sozusagen stundenlang verschiedene kostenlose Datenbanken mit Musik durchforstet. Schließlich habe ich mich für die entschieden, die Sie jetzt in den Videos auf Insta und hier im Blog hören können.

Nach Stunden und Tagen des Zeichnens (ich bin wirklich froh, dass ich ein so ausführliches Drehbuch geschrieben habe und wusste, was ich brauche), konnte ich endlich das Voice Over aufnehmen und mit der eigentlichen Videoproduktion starten. Aber was tun, wenn der vorbereitete Text deutlich länger ist, wenn man ihn laut vorliest als gedacht…? Radikale Kürzungen waren angesagt, denn es wird sich wohl kaum jemand ein vier Minuten Reel auf Instagram anschauen. Ich kann Ihnen sagen, es ist nicht einfach Inhalte zu streichen, wenn man schon wochenlang Arbeit in ihre Aufbereitung gesteckt hat. Also habe ich eine Kompromiss-Lösung gefunden. Manche Stellen wurden gekürzt und der Rest wurde in mehrere kurze Videos aufgeteilt. Deswegen gibt es jetzt anstelle der ursprünglich geplanten fünf Videos die doppelte Menge, die Sie anschauen können. 🙂 Aber ich kann versprechen: Es lohnt sich!

*Nachweis Beitragsbild auf der Startseite:DNB/ Jana Weinlich

Ein Kommentar zu „My Project-Diary – Prolog“

  1. Kristina Knull-Schlomann sagt:

    Das ist eine tolle Idee, die äußerst kreativ umgesetzt wurde. Man kann wahrscheinlich nur ungefähr erahnen, wie viel Arbeit in der Umsetzung der Videos im Rahmen einer komplexen Aufgabenstellung steckt.
    Insgesamt ein großartiges und sehenswertes Ergebnis. 🙂

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  • ISSN 2751-3238