3 Fragen an … Pauline Schaller

19. Oktober 2021
von Josephine Kreutzer

In der Serie „3 Fragen an …“ stellen wir regelmäßig Gesichter der Deutschen Nationalbibliothek vor. Heute: Pauline Schaller. Von 8. März bis 30. April 2021 unterstützte sie das Deutsche Musikarchiv als Praktikantin bei der Erstellung einer virtuellen Ausstellung. Hier erzählt sie mehr.

Porträt Pauline Schaller
Pauline Schaller, Foto: Privat (urheberrechtlich geschützt)

Frau Schaller, was haben Sie genau in der Deutschen Nationalbibliothek während Ihres Praktikums gemacht?

Im Rahmen meines Bachelorstudiums der Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig konnte ich ein Praktikum im Deutschen Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek durchführen. Für mich war es wichtig, im Studium erlerntes Wissen mit persönlichen Interessen an Kultur und Musik zu verbinden. Die virtuelle Ausstellung über das Deutsche Musikarchiv, welche ich gemeinsam mit dessen Leiter, Ruprecht Langer, erarbeiten konnte, war die perfekte Möglichkeit, beides zu kombinieren.

Eine Ausstellung mitgestalten – das klingt nach einem umfangreichen Projekt. Worum ging es dabei genau?

Inhalt dieser Ausstellung sollte ein Überblick über die Geschichte, Arbeit und Sammlungen des Deutschen Musikarchivs sein. Dafür konnte ich eigenständig ein Konzept entwickeln und in den Beständen nach passenden Ausstellungsinhalten recherchieren. Besonders interessant waren die historischen Tonträger mit den adäquaten Abspielgeräten. Viele der wunderlichen und faszinierenden Geräte und Tonträger wurden extra für die Ausstellung noch einmal abgelichtet und in ihrer Funktionsweise gefilmt. Bei diesen Aufnahmen und auch beim Dreh eines Rundgangs in den Räumlichkeiten und Magazinen des Deutschen Musikarchivs hatte ich durch die Spontaneität und Offenheit meiner Kolleg*innen große Unterstützung. 

Was nehmen Sie aus der Zeit bei uns mit?

Hilfreich in Bezug auf den medienwissenschaftlichen Teil meines Studiums war für mich die Arbeit mit dem für mich unbekannten Tool Omeka der Deutschen Digitalen Bibliothek zur Erstellung virtueller Ausstellungen. Bei der Einarbeitung in dessen Funktionsweise und auch bei anderen Aufgaben bot sich immer wieder die Möglichkeit, andere Abteilungen der Deutschen Nationalbibliothek kennenzulernen. Das Verfassen von Texten für die Ausstellung und für die Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Nationalbibliothek war eine gute Übung, um theoretisches Wissen aus dem Studium in der Praxis anzuwenden und kritisch zu überdenken.

Bei meiner achtwöchigen Arbeit im Deutschen Musikarchiv konnte ich frei und kreativ arbeiten, eigene Ideen verwirklichen und erhielt bei Bedarf jederzeit Unterstützung. Das Praktikum war für mich somit nicht nur eine hilfreiche Praxiserfahrung, sondern auch eine schöne Zeit, an die ich gern zurückdenke.

Vielen Dank!

*Nachweis Beitragsbild auf der Startseite:Foto: Privat, Bildmontage: DNB (urheberrechtlich geschützt)

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