3 Fragen an … René Röhle

2. Juli 2022
Das Interview führteJosephine Kreutzer

In der Serie „3 Fragen an …“ stellen wir regelmäßig Gesichter der Deutschen Nationalbibliothek vor. Heute: René Röhle. Er ist Mitte 30 und abgesehen von einer kurzen Unterbrechung seit mittlerweile 13 Jahren in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig beschäftigt. Nach seiner erfolgreichen Ausbildung im Hause wird er in der Abteilung Benutzung eingesetzt. Seit vielen Jahren arbeitet er überwiegend im Museumslesesaal und unterstützt mit Stellenanteilen auch das Deutsche Buch- und Schriftmuseum.

Herr Röhle, warum arbeiten Sie gerne bei der DNB? Was gefällt Ihnen hier?

René Röhle vor dem Museumslesesaal.
Foto: DNB, Peter Kühne, CC-BY SA 3.0 DE

Schon als Kind wollte ich immer mal in einer Bibliothek arbeiten. Dass es letztlich bei einer der bedeutendsten Bibliotheken Deutschlands geklappt hat, freut mich besonders.

Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Da trifft es sich gut, dass die DNB so viele unterschiedliche Arbeitsbereiche bietet. Mir wäre es zum Beispiel ein Graus, die meiste Zeit des Tages vor dem Computer zu verbringen. Da kann ich unsere Kolleg*innen aus den entsprechenden Abteilungen für Ihre geleistete Arbeit nur bewundern. Mir persönlich ist, beruflich wie privat, der Kontakt zu den Menschen sehr wichtig. Deshalb bereitet mir der Umgang mit unseren Benutzer*innen im Lesesaal und die damit einhergehende große Abwechslung im Arbeitsalltag auch so eine große Freude. Als reisefreudiger Mensch erfreuen mich ausländische Benutzer*innen und Besucher*innen in besonderen Maße. Außerdem schätze ich die Vielfalt der Medien und die Nutzung unterschiedlicher technischer Arbeitsmittel. Mein vielfältiger Aufgabenmix im Museum und der Bibliothek ist zumeist sehr spannend und lässt auch einigen kreativen Spielraum zu. Zu guter Letzt gefällt mir das entgegengebrachte Vertrauen, wodurch ich auch viel in Eigenverantwortung entscheiden darf.

Foto: DNB, Peter Kühne, CC-BY SA 3.0 DE

Sind Sie stolz auf die Arbeit, die Sie hier leisten?

Absolut, ich fühle mich immer noch geehrt, meinen Arbeitsalltag in der Gesellschaft von so vielen Büchern und unseren Lesern verbringen zu dürfen. Darüber hinaus sehe ich viel Sinnvolles in unserer Arbeit. Wir versorgen unsere Benutzer*innen im In- und Ausland mit Wissen und tragen so zu einer gebildeten Gesellschaft bei. Es macht mich auch sehr stolz, unser neues Vermittlungsangebot Museumsbingo dauerhaft als Veranstaltung präsentieren zu dürfen.

Foto: DNB, Paul Uhde, CC-BY SA 3.0 DE

Wie funktioniert für Sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?

Mit der Geburt unserer Tochter stellte sich diese Frage recht schnell. Besonders, nachdem die Elternzeit meiner Frau endete und sie wieder ihrem Beruf ausführte. Durch die großzügige Gleitzeitenregelung der DNB, bei welcher man seine Arbeit in der Regel zwischen 6 und 20 Uhr verrichten kann, bleiben wir aber relativ flexibel. Durch ein Zeitkonto, welches hinter dem Gleitzeitmodell steht, werden uns Mitarbeiter*innen also zusätzliche Freiräume eingeräumt. Auf den ersten Blick ist man durch die verbindlichen Lesesaaldienste zwar ein stückweit unflexibler, aber mit dem richtigen Team an der Seite bleibt dennoch viel Raum für individuelle Bedürfnisse. Deshalb bin ich meinen Kolleg*innen aus der Benutzung und dem Museum auch sehr dankbar dafür, dass wir unsere Dienste für einen längeren Zeitraum untereinander getauscht haben und meine Aufgaben während meiner Abwesenheit so gut vertreten wurden. Auch die gegebene Möglichkeit, bei passenden Aufgaben, teilweise im Homeoffice zu arbeiten ist sehr familienfreundlich.

*Nachweis Beitragsbild auf der Startseite:Peter Kühne

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