Signaturvergabe wie am Schnürchen

2. Dezember 2022
von Frederik Zipp, Bernd Althaus, Roland Pankonin

Durch den gesetzlichen Sammelauftrag der DNB reißt der Strom an Neuveröffentlichungen, die in den Bestand eingegliedert werden, nicht ab. Jeden Tag kommen tausende neue Medienwerke hinzu, die in den Bestand eingegliedert werden. Diese Publikationen umfassen beispielsweise Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Karten, Musikalien, Normen, Musiktonträger oder Hörbücher. Mit einem Gesamtbestand von über 43 Millionen Medienwerken ist die DNB die größte Bibliothek Deutschlands.

Screenshot des Tools zur Signaturvergabe

Jedem Neuzugang muss dafür eine eindeutige Signatur zugewiesen werden, eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben, über die das Medienwerk auch nach Jahrzehnten im Archiv wieder aufgefunden werden kann. Diese Signaturen werden von den Mitarbeiter*innen der DNB im zentralen Katalogisierungssystem registriert, auf Etiketten gedruckt und an den Medienwerken angebracht. Um diesen Arbeitsablauf optimal zu unterstützen, hat die DNB in einem gemeinsamen Projekt mit der Softwareschneiderei ein neues Signaturvergabe- und Druckprogramm entwickelt, das an beiden Standorten in Frankfurt am Main und Leipzig seit Montag, 28.11.2022 produktiv eingesetzt wird.

Die größte Herausforderung des Projektes war, die Bedienungsführung so zu gestalten, dass vielfältige Arten von Medienwerken nach unterschiedlichen, vorsortierten Formaten in kurzer Zeit reibungslos in Serie abgearbeitet werden können. Die Softwareschneiderei hat die User Experience auf Grundlage der Norm zur Ergonomie der Mensch-System-Interaktion (DIN EN ISO 9241) umgesetzt. Die Anwendung verzichtet bewußt auf unnötige Mausklicks oder Nutzerinteraktionen, die den Arbeitsablauf stören könnten, und gibt möglichst gut erkennbares visuelles Feedback zu den durchgeführten Arbeitsschritten.

Das alte Signaturdruckprogramm wurde vor über 12 Jahren vom früheren Leipziger-IT-Mitarbeiter Harald Unger entwickelt und hat im Hintergrund die veraltete Version 2 des Katalogisierungs-Clients WinIBW verwendet. Sozusagen als Reminiszenz an das alte Signaturdruckprogramm, aber auch als weitere Möglichkeit der Kontrolle, wird der aktuelle Datensatz parallel in der aktuellen Version 3 des Katalogisierungs-Client WinIBW angezeigt.

Das alte Signaturdruckprogramm wird zeitnah deaktiviert.
Hoch lebe die neue Anwendung „Signaturvergabe“!

*Nachweis Beitragsbild auf der Startseite:Deutsche Nationalbibliothek

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