NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur

13. September 2026
von Fanni Fröhlich
Foto: DNB, Fanni Fröhlich

Am Sonntag, 13. September 2026 öffnete die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig ihre Türen zum Tag des offenen Denkmals. Unter dem diesjährigen Motto „Netzwerke“ zeigten wir, wie eng Kultur, Wissen und Gesellschaft miteinander verbunden sind – und welche Rolle die Bibliothek als zentraler Knotenpunkt in diesem Gefüge spielt.

Unsere Führungen machten diese Verbindungen erlebbar: Die Gäste warfen einen Blick hinter die Kulissen und erfuhren, wie Bücher, Zeitschriften und andere Medien innerhalb eines komplexen Systems bewegt, erschlossen und für die Nutzung bereitgestellt werden. Wir machten sichtbar, wie aus vielen einzelnen Beständen ein funktionierendes Netzwerk des Wissens entsteht.

Ein Haus voller Verbindungen

Mit mehr als 600 Räumen ist die Deutsche Nationalbibliothek ein Ort mit vielen verborgenen Geschichten. Bei der Führung „Hidden Places“ geht es vom Keller bis ins Dachgeschoss durch das denkmalgeschützte Gebäude. Dabei wird sichtbar, wie das Haus seit seiner Gründung gewachsen ist und bis heute als Knotenpunkt des kulturellen Gedächtnisses Deutschlands funktioniert.

Noch näher an die Medien geht es bei der Magazinführung „Im Herzen des Wissensnetzwerks“. Zwischen den Regalen erfuhren die Gäste, warum Comics neben Kochbüchern stehen, wo die Medien ihren Platz finden und wie ein Buch vom Magazin seinen Weg in den Lesesaal nimmt.

Von der MP3 bis zur Zeitschriftenbeilage

„Die DNB hat alle Bücher“ – und noch sehr viel mehr. In der Präsentation „Medienvielfalt im Wissensnetz“ im Großen Lesesaal wurde die ganze Bandbreite der Sammlung sichtbar. Von der MP3 bis zur Zeitschriftenbeilage dokumentieren die Bestände die Mediengeschichte seit 1913. Wie gelangen Medien in die Sammlung? Und wie lassen sich die über 56 Millionen Medien dauerhaft bewahren? Einblicke in Beschaffung, den Medienweg und die Vielfalt zeigen, wie das kulturelle Netzwerk der DNB erhalten wird.

Musik verbindet Zeiten und Räume

Auch das Deutsche Musikarchiv lud zu einer Reise durch die Geschichte der Musikwiedergabe ein. Bei „Wie haben unsere Ur-Großeltern Musik gehört?“ konnten Besucher*innen erleben, wie Musik vor 100 Jahren ohne Smartphone und Streaming ihren Weg zu den Menschen fand – mit Tönen aus Trichtern und sogar Klavieren, die ganz ohne Pianistinnen und Pianisten spielen konnten.

Die Führung „Klangnetzwerke – Von der Edison-Walze zur Blu-ray“ erzählte anschließend die Geschichte der Tonträger und Abspielgeräte. Edison-Walze, Grammophon und digitale Tonträger erzählen davon, wie sich technische Möglichkeiten verändert haben und wie Musik über Zeiten und Räume hinweg Menschen miteinander verbindet.

Entdeckungstour für Kinder

Auch für junge Gäste gab es viel zu entdecken. Bei der Kinderführung „Spurensuche im Wissensnetz“ ging es auf Entdeckungstour durch die Bibliothek. Wo werden die Bücher aufbewahrt? Was passiert mit den Medien? Und wie finden sie ihren Weg zu den Menschen? Bei einem Entdecker-Quiz erprobten die Kinder ihr neu erworbenes Wissen.

Der Tag des offenen Denkmals bietet damit viele Möglichkeiten, die Deutsche Nationalbibliothek einmal anders kennenzulernen: als denkmalgeschütztes Gebäude, als Ort der Begegnung und als Knotenpunkt eines Netzwerks, das Wissen, Kultur und Menschen miteinander verbindet.

*Nachweis Beitragsbild auf der Startseite:DNB, Fanni Fröhlich

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Über uns

Die Deutsche Nationalbibliothek ist die zentrale Archivbibliothek Deutschlands.

Wir sammeln, dokumentieren und archivieren alle Medienwerke, die seit 1913 in und über Deutschland oder in deutscher Sprache veröffentlicht werden.

Ob Bücher, Zeitschriften, CDs, Schallplatten, Karten oder Online-Publikationen – wir sammeln ohne Wertung, im Original und lückenlos.

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