Umfangreiche Schenkung der Künstlerin Birgit Olzhausen

25. August 2026
von Cornelia Ranft

Grafiken und Künstlerbücher gehen an das DBSM

In Zeiten knapper Kassen und stark gekürzter Budgets steht immer wieder die Frage im Raum: Wie kann das Deutsche Buch- und Schriftmuseum (DBSM) seinen Bestand aufbauen? Gerade die künstlerischen Kleinstauflagen in den Buchsammlungen oder auch den grafischen Einzelblatt-Sammlungen unterliegen nicht der Pflichtablieferung der Deutschen Nationalbibliothek. Vor diesem Hintergrund ist es natürlich großartig, wenn Künstlerinnen und Künstler mit Schenkungen an das DBSM heran treten.

Birgit Olzhausen, Grafikerin und Buchkünstlerin, gebürtig aus Bayern, jetziger Lebens- und Arbeitsort in der Schweiz, hat das getan. Direkt aus Winterthur (CH) reiste sie an, mit einem umfangreichen Portfolie aus grafischen Serien und besonderen Künstlerbüchern zum Thema Schrift und Materialität. Als Grafikdesignerin und Künstlerin hat sie ein umfangreiches Werk geschaffen.

„Es war mir wichtig, dass meine Werke an einem guten Ort untergebracht sind“, betont sie. Ihre Schenkung geht ein in die Sammlung Buch ab 1900 – Künstlerbücher und die Grafische Sammlung des DBSM.

3 Personen stehen vor einer großen Treppe
Vor der Hochzeitstreppe im DBSM-Foyer: v.l.n.r. Julia Rinck (Sammlungsleitung grafische Sammlung), Birgit Olzhausen, Cornelia Ranft (Sammlungsleitung Buch ab 1900) Foto: DNB
Verschiedene Bücher liegen auf einem Tisch
Medien aus der Schenkung Olzhausen, darunter auch das großformatige Unikat- Künstlerbuch Belsazar Foto: C. Ranft

Zu den übergebenen Grafiken zählen zum Beispiel verschiedene Drucke (Sieb- und Prägedruck) auf verschiedenen Papieren wie Japan- oder Büttenpapier, verschiedene experimentelle und kalligrafische Alphabete, auch Collagen und Vorstudien.

6 Einzelgrafiken liegen auf einem Tisch
6 Kalligrafien auf Packpapier, Gouche, Rohrfeder, farbige Tusche, 1992 Foto: B. Olzhausen

„Vereinfachung strebt Birgit Olzhausen an, um sich der Komplexität der Welt zu nähern. In ihrem künstlerischen Schaffen ist die Kraft von Symbolen ein wesentlicher Faktor. Der Mensch nutzt Symbole,
um Unvorstellbares in den Bereich der Greifbarkeit hereinzuholen. Birgit Olzhausen versucht in ihren Arbeiten, Transparenz zu schaffen, um über die oberflächliche Existenz der Dinge hinaus deren wesentlichen Charakter zu ergründen. Ihr offenes Formenalphabet lässt an archaische Elemente denken.“ (Aus Birgit Olzhausen – zeichenhafte Bildkörper = Birgit Olzhausen – symbolic image embodiment / Text: Sabine Arlitt, Zürich. – [Winterthur] : Edition MO, [2023]. – Seite 1)

Das DBSM bedankt sich bei der Künstlerin sehr herzlich für Ihr Vertrauen

Cornelia Ranft

Cornelia Ranft ist Sammlungsleiterin für das Buch ab 1900 im Deutschen Buch- und Schriftmuseum. Dazu zählt auch die Sammlung Künstlerbücher und künstlerische Drucke sowie die Raubdrucksammlung Albrecht Götz von Olenhusen

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*Nachweis Beitragsbild auf der Startseite:Foto: DNB

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