Zwischen den Regalen – Matthias Arning

31. Juli 2026
Das Interview führteElke Jost-Zell

In Zwischen den Regalen kommen Nutzende der Deutschen Nationalbibliothek zu Wort. Sie kommen aus unterschiedlichen Gründen und aus unterschiedlichen Bereichen. Sie nutzen die Lesesäle in Leipzig und Frankfurt als Recherche, Arbeits- oder Lernort. Hier geben sie Einblicke in ihre Arbeit, stellen Projekte vor und erzählen ihre Geschichte. Heute: Matthias Arning

Der Autor Matthias Arning am Mainufer
Der Journalist und Buchautor Matthias Arning
Foto: Privat

Matthias Arning ist freiberuflicher Journalist, politischer Berater, Buchautor und ein langjähriger Nutzer der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt. Aus dem Ruhrgebiet kam er nach dem Abitur nach Frankfurt am Main. Dort blieb er. Heute sagt er, er sei Teil der Stadt geworden.  Seine zahlreichen Bücher über die Mainmetropole illustrieren dies in eindrucksvoller Vielfalt. Von einem Ratgeber für Frankfurt-Reisende und Neu-Frankfurter („Frankfurt für Anfänger“) über das Erkunden der Stadt für Radfahrer („Radlers Traum Frankfurt“) sowie Bücher über Zeitgeschichte, Stadtentwicklung und Verkehr sowie eine Biografie über die frühere Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth spannt sich sein frankofurtensisches Oeuvre. Und Fußball! Ein Buch über die Eintracht Frankfurt darf natürlich nicht fehlen („Frankfurts Eintracht“).

Im Café der Deutschen Nationalbibliothek sprach Matthias Arning über seine Bücher, von denen er anschließend eines im Magazin besuchte.

Bitte stellen Sie sich kurz vor:

Mein Name ist Matthias Arning, ich bin Journalist und Autor. Nach meinem Studium der Politikwissenschaft und Jura in Berlin und Frankfurt und der Promotion an der Berliner Humboldt-Universität wurde ich politischer Redakteur bei der Frankfurter Rundschau und schließlich Leiter der Lokalredaktion. Später war ich Referent und Redenschreiber der ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth. Inzwischen arbeite ich freiberuflich und schreibe vor allem Bücher.

Woran arbeiten Sie derzeit?

Konkretes will ich nicht verraten. Vielleicht nur so viel: Ich kümmere mich aktuell um Newcomer, das ist ein großes Thema.

Warum besuchen Sie die DNB?

Ich arbeite hier schon jahrelang, es ist einzigartig hier, großartig. Die Atmosphäre ist sehr angenehm. Und die Menschen, die hier arbeiten, sind ausgesprochen empathisch und sympathisch.

Matthias Arning sitzt mit Büchern im Bibliothekscafé
Im Bibliothekscafé: Matthias Arning blättert in Büchern aus seiner Privatsammlung
Foto: Elke Jost-Zell, DNB

Welches Potential besitzt die Sammlung für Sie?

Ich finde hier alles, was ich brauche, es ist einfach alles da und man kann es bestellen – das schätze ich sehr. Die Mitarbeiter*innen der DNB sind ausgesprochen freundlich, kompetent und hilfsbereit. Wirklich inspirierend. Vor allem bei „Radlers Traum“ gaben mir die Kolleginnen viele Tipps bei den Recherchen für das Buch. Nicht anders bei den Vorbereitungen für das Buch über Frankfurts Eintracht: Da hat mir eine Kollegin erzählt, dass sie ihren kleinen Söhnen im Riederwald, der Heimat der Eintracht, immer die Kicker beim Aufwärmen für das morgendliche Training gezeigt hat. Das floss alles ins Buch ein. Für die Geschichten bin ich immer auf der Suche nach persönlichen Anekdoten. Wie die vom kleinen Mädchen, das bis heute davon schwärmt, wie sie bei einem Spiel an der Seite des Eintracht-Profis Sebastian Rode ins Waldstadion eingelaufen ist.

Und in der Bibliothek, wo fühlen Sie sich in der Bibliothek am wohlsten?

Natürlich im Lesesaal, der auch im Sommer immer angenehm temperiert ist. Aber auch kleine Pausen im Café sind nicht zu verachten. Hier trifft man interessante Menschen, kann sich mit anderen Autor*innen austauschen. Wenn es die DNB nicht gäbe, man müsste sie erfinden …

Matthias Arning mit einem Buch vor Regalen im Büchermagazin
Im Magazin: Der Autor blättert in seinem Buch „Frankfurts Eintracht“ aus der Sammlung der Deutschen Nationalbibliothek
Foto: Elke Jost-Zell, DNB

Wie schätzen Sie die nachbarschaftlichen Verhältnisse der Bücher im Magazin der DNB zu Ihrem Werk ein?

Irgendwie ist das schon ein bisschen skurril, das Buch über „Frankfurts Eintracht“ in 40 Meter Tiefe im Keller der DNB zu entdecken. Mit einer sehr diversen Nachbarschaft – das passt doch irgendwie zu Frankfurt … (lacht).

Hinweis: Die Bücher im Magazin der DNB werden nach dem Prinzip des Numerus currens, also nach ihrem Eingang ins Haus, aufgestellt und lediglich nach dem Eingangsjahr und dem Buchformat sortiert. Dies spart Platz in einer Bibliothek, in der täglich über 3300 physische Medienwerke eintreffen. Matthias Arnings Buch „Frankfurts Eintracht“ steht u.a. in der Nachbarschaft eines Ratgebers über Zwangsstörungen, eines Kinderbuchs über interkulturelle Freundschaft, eines Bandes aus der Schriftenreihe der Rentenbank, Cornelia Funkes „Reckless“, eines wissenschaftlichen Buches über digitale Bildpraktiken und Band 4 aus der Reihe „Tierklinik Pfötchen“, in der einem kranken Welpen geholfen werden muss.

Ein Bücherregal im Magazin der DNB
Die bunte Literaturvielfalt im Magazin der Deutschen Nationalbibliothek
Foto: Elke Jost-Zell, DNB
*Nachweis Beitragsbild auf der Startseite:Privat

Schreibe einen Kommentar

Kommentare werden erst veröffentlicht, nachdem sie von uns geprüft wurden.
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Über uns

Die Deutsche Nationalbibliothek ist die zentrale Archivbibliothek Deutschlands.

Wir sammeln, dokumentieren und archivieren alle Medienwerke, die seit 1913 in und über Deutschland oder in deutscher Sprache veröffentlicht werden.

Ob Bücher, Zeitschriften, CDs, Schallplatten, Karten oder Online-Publikationen – wir sammeln ohne Wertung, im Original und lückenlos.

Mehr auf dnb.de

Schlagwörter

Blog-Newsletter

In regelmäßigen Abständen erhalten Sie von uns ausgewählte Beiträge per E-Mail.

Mit dem Bestellen unseres Blog-Newsletters erkennen Sie unsere Datenschutzerklärung an.

  • ISSN 2751-3238