3 Fragen an … Sina Wieland

9. Januar 2023
Das Interview führteChristine Hartmann

In der Serie „3 Fragen an …“ stellen wir regelmäßig Gesichter der Deutschen Nationalbibliothek vor. Seit vielen Jahren begleitet das Deutsche Buch- und Schriftmuseum Bundesfreiwillige in einer spannenden Zeit zwischen Schulabschluss und Berufswahl. Sina Wieland ist aktuell am Museum tätig. Wir haben sie interviewt:

Sina Wieland, Foto: LKJ Sachsen

Manche machen ihr Bundesfreiwilligenjahr in einer Kita, manche im Krankenhaus oder beim Theater. Du bist jetzt seit September 2022 an der Deutschen Nationalbibliothek. Was macht für dich der Reiz an diesem Haus aus?

Ganz klar die Größe. Und damit meine ich nicht etwa nur das Gebäude, sondern viel mehr die große Vielfalt und all die dazugehörigen Strukturen. Was nach außen hin „nur“ eine Bibliothek mit Museum ist, verbirgt so viel unterschiedliche Arbeitsbereiche im Innern. Diesen Umfang hätte ich mir anfangs nicht vorstellen können. Mein freiwilliges Jahr hier macht genau das möglich – einen Blick hinter die Kulissen und die Chance selbst ein kleiner Teil davon zu sein.

Nenn uns doch mal drei deiner Lieblingsaufgaben hier bei uns – und eine, die nicht dein Favorit ist.

In Aktion: Linoldruck im Museumskabinett, Foto: DNB / Christine Hartmann

Ich denke der Mix macht‘s.

Hauptsächlich kann ich in den Bereichen der Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit das Museum unterstützen. Es ist immer wieder schön, die Kinder bei den Mitmachangeboten zu erleben, zu sehen, welch tolle Ergebnisse dabei entstehen und wenn es sich ergibt, dabei auch selbst kreativ zu werden.

Neben dem Kontakt zu den Besuchern mag ich es aber auch, meine Aufgaben im Büro zu erledigen. Dazu gehören zum Beispiel das Fotografieren von bestimmten Objekten oder organisatorische Aufgaben am PC. Und zwischendurch sind die Wege durchs Haus für Materialbeschaffungen, Plakatabholungen oder ähnliches eine schöne Abwechslung.
Weil mir so viel Freiraum gegeben wird, gibt es kaum Aufgaben, die ich mir nicht schön gestalten kann.

Daraus ergibt sich jedoch gleichzeitig auch die Schwierigkeit – sich selbst und seine Aufgaben zu strukturieren. Das bedeutet aufzupassen, dass keine To-do unter den Tisch fällt, keine Mail im Postfach verschwindet oder das Insta-Posting vergessen wird. Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach, zu entscheiden, was als erstes erledigt werden muss und immer die Zeit im Auge zu behalten.

Aber ich denke genau das gehört zum Arbeiten dazu. Diese Erfahrung mussten wohl die Meisten nach ihrer Schulzeit und dem Start ins Berufsleben machen und genau dafür bin ich hier.

Ein paar wichtige Utensilien von Sina auf einen Blick, Foto: DNB / Sina Wieland

Was hast du in deinem Bundesfreiwilligenjahr noch so vor und auf was freust du dich besonders?

Ich denke, ich habe längst noch nicht alles vom Haus gesehen. Ich freue mich, einzelne Bereiche noch näher kennen zu lernen, parallel aber auch schon mein eigenes Projekt voran zu treiben.

Vor allem aber bin ich in nächster Nähe gespannt auf den Aufbau der neuen Wechselausstellung. Allein bei den Videokonferenzen zur Vorbereitung habe ich gemerkt, was für ein Planungsaufwand dazugehört. Umso aufregender wird es bestimmt, bei der Umsetzung live vor Ort dabei zu sein.
Im Übrigen kommen sicherlich im Laufe der Zeit noch eine Menge neuer kleiner Aufgaben auf mich zu, denn kein Tag hier ist wie der andere. Das habe auch ich schon mitbekommen.

Natürlich läuft auch nicht immer alles glatt. Ob es ein kurzfristig auftretendes Problem ist oder doch eine spontane Idee, bei der ich unterstützen kann, ich freue mich drauf!

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*Nachweis Beitragsbild auf der Startseite:DNB / Sina Wieland

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