How to use in der DNB: Schallplatte
In unserer digitalen Ära, in der man nahezu alles in der Cloud findet, erlebt sie seit einigen Jahren ihr Comeback: die Schallplatte. Als das kulturelle Gedächtnis der Nation sammelt, verzeichnet und archiviert die Deutsche Nationalbibliothek (DNB), ergänzt durch das Deutsche Musikarchiv (DMA), auch diese Datenträger. Somit können unsere Nutzenden die Inhalte dieser Medienart in unseren Lesesälen nutzen.
Die Schallplatte, auch Schellackplatte genannt, ist eine runde Scheibe aus Kunststoff, meist Polyvinylchlorid (auch PCV oder Vinyl genannt), auf deren Oberfläche eine feine, spiralförmige Rille eingraviert ist. Bei der Aufnahme wird die Musik in diese Rille als physische Unebenheit übertragen. Beim Abspielen fährt eine feine Nadel entlang der Rille. Die Unebenheiten in der Rille bewegen die Nadel leicht auf und ab sowie seitlich. Diese mechanische Bewegung wird von einem Tonabnehmer (Pickup) in ein elektrisches Signal umgewandelt. Dieses Signal wird über einen Verstärker verstärkt und an einen Lautsprecher weitergeleitet, der es in hörbaren Klang umwandelt.

Emile Berliner gilt als Erfinder der Schallplatte. Mit der Erfindung des Grammophons 1887 schuf er ein Format, das die Musikindustrie revolutionierte und bis heute die Grundlage für alle Vinyl-Platten bildet. Zwischen 1999 und 2005 konnte das DMA ca. 1000 Schallplatten aus der Produktion von Emile Berliner erwerben. Bei Interesse ist diese digitalisierte Sammlung in unserem Online-Katalog zu finden. Für 730 dieser Schallplatten konnte die Rechte geklärt werden, sodass die Inhalte auch außerhalb der Lesesäle angehört werden können.
In der DNB werden Schallplatten ohne Tageslicht bei 16-18°C und ca. 30-50% Luftfeuchtigkeit archiviert.
Schallplatten liegen oft digitalisiert vor und können in den Lesesälen über den Online-Katalog angehört werden, sodass sie nicht vorbestellt werden müssen. Im Datensatz einer Publikation kann man im Bereich „Umfang/Format“ die Medienart erkennen. Ein Stück darunter bei „Andere Ausgabe(n)“ erkennt man, wenn eine Schallplatte digitalisiert vorliegt, dort findet sich der Hyperlink „Elektronische Reproduktion: […]“.

Mit Klick auf diesen Hyperlink gelangt man zu dem Datensatz der digitalisierten Version. Mit Klick auf „Tonträger abspielen“ kann sich der Inhalt der Publikation angehört werden. Innerhalb der Lesesäle werden hierfür Kopfhörer mit Klinkenanschluss benötigt. Wenn weitere Informationen zu dieser Publikation in den Magazinen existieren, z.B. ein Begleitheft, können diese in den Lesesaal zur Einsicht über den Button „Bereitstellung des Begleitmaterials in […]“ bestellt werden. Da der Audioplayer über keine Titelliste verfügt, wird eine Bestellung des Begleitmaterials empfohlen.

Wurde eine Schallplatte noch nicht digitalisiert, kann sie über den Button „Bereitstellung in […]“ bestellt werden. Daraufhin wird sie digitalisiert und kann über den Online-Katalog an den Rechercheplätzen in den Lesesälen angehört werden. Die Bereitstellung kann durch die Digitalisierung einige Tage in Anspruch nehmen.

Weitere Hinweise zur Nutzung von Musikalien und Tonträgern im Musiklesesaal in Leipzig befinden sich, unter anderem als Erklärvideos, auf unserer Webseite.
Bei Fragen zur Nutzung von Medienwerken steht das Fachpersonal während der Servicezeiten zur Verfügung.
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