Kaffeepause mit Informationsgehalt

6. Juli 2022
von Dona-Diana Dworak
Schreibtisch mit Notizbuch, Stift, Kaffee und Notebook in Aufsicht

Das dritte Jahr der Pandemie mit seinen coronabedingten Einschränkungen stellte auch die Deutsche Nationalbibliothek vor die Herausforderung, unter diesen Bedingungen einen neuen Servicezugang für die Öffentlichkeit zu entwickeln. Es wurde entschieden, das Angebot an digitalen Veranstaltungen weiter auszubauen. Nachdem Auskunftsservice oder Benutzungseinführungen in den Chat bzw. virtuelle Veranstaltungen überführt wurden, hat sich das Team der Benutzungsdienste nun ein weiteres Format vorgenommen: die „DNB Coffee Lectures“ – Kaffeepausen mit Informationsgehalt.

Bei den Coffee Lectures handelt es sich um Kurzeinführungen in verschiedene Themenbereiche mit einer Veranstaltungsdauer von 20 Minuten. Indem dieses Format virtuell umgesetzt wurde, ermöglichte es einen unkomplizierten Zugang ohne Anmeldevorgang. Nur durch einen Klick auf den Veranstaltungslink ist die Teilnahme von jedem beliebigen Ort aus möglich – ideal für eine Pause bei einer Tasse Tee oder einem Becher Kaffee, um sich nebenbei zum Beispiel Recherchekenntnisse anzueignen.

Eine Herausforderung für die Kolleg*innen bestand darin, die Inhalte so kompakt aufzubereiten, dass die Teilnehmenden innerhalb von 20 Minuten Informationskompetenz zum jeweiligen Thema gewinnen konnten. Die DNB bietet mit einem Gesamtbestand von fast 44 Millionen Medien (Stand 2022), ihrem breiten Aufgabengebiet, dem Deutschen Musikarchiv (DMA) und dem Deutschen Exilarchiv (DEA) immens viele interessante Inhalte. Dem Team gelang es, an sieben aufeinander folgenden Wochen immer mittwochs einen Termin zu variierenden Themen anbieten zu können. Auch die Arbeitsgruppe hat sich mittlerweile einen Namen gegeben: fAWi, Freie AG Wissensvermittlung.

Die Reihe der Coffee Lectures begann mit der Vorstellung der Bibliothek. Es folgten vier weitere Termine, welche ganz praxisorientiert Themen der Benutzung der Bestände aufgriffen. Zum Schluss stellten sich das DNBLab, das DMA sowie das DEA vor.

Zwei Fotografien der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig und Frankfurt am Main.

18. Mai: „DNB im Überblick“

Bild-Diagramm zur Veranschaulichung selbstständiger Literatur (wie Monographien, Zeitschriften, Sammelbände) und unselbstständiger Literatur (Artikel, Aufsätze, Paper)

25. Mai: „Literatur-Suchmaschinen: Kataloge und Datenbanken“

Schwarzweiß-Ansicht des Mondes, überlagert von dem Text "War der Mond am 20. Juli 1969 von der Erde aus sichtbar?"

1. Juni: „Zeitschriften und Co“

Vier Logos von Datenbanken für die Zeitungsrecherche: Deutsches Zeitungsportal, Zeitschriftendatenbank, Katalog und E-Paper-Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

8. Juni: „Was raschelt da? Von gedruckten und digitalen Zeitungen“

Präsentationsfolie aus dem Kurzvortrag zum DNBLab mit der Überschrift "Was bietet mir das DNB Lab"

15. Juni: „DNB Lab – ich will mehr als Literatur“

Klavier-Tasten in Nahaufnahme

22. Juni: „Das deutsche Musikarchiv digital und vor Ort“

Koffer mit vergilbten, gefalteten Papieren, eines davon aufgefaltet

29. Juni: „Exilbestände recherchieren und nutzen“

Als Fazit ist festzuhalten: Die Teilnahme an der ersten Reihe der Coffee Lectures war rege, es gab viele positive Rückmeldungen und über die Veranstaltung hinausgehendes Interesse an den vorgestellten Inhalten, welches sich zum Beispiel durch Nachfragen per E-Mail zeigte. Aus diesem Grund ist eine Fortsetzung der Coffee Lectures in Planung.

*Nachweis Beitragsbild auf der Startseite:Deutsche Nationalbibliothek

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  • ISSN 2751-3238